Trading – Wie viel Risiko macht Sinn?

Insbesondere Einsteiger machen vielfach den Fehler, dass sie mit zu viel Risiko an das Trading herangehen. Die Folge ist oftmals, dass schon nach kurzer Zeit kein Kapital mehr vorhanden ist, was natürlich für entsprechenden Frust sorgt. Deshalb kommt es von Beginn an auf ein effektives Money- und Risikomanagement an. Während es beim Moneymanagement um die Bestimmung der richtigen Positionsgröße geht, liegt das Ziel beim Risikomanagement in der Begrenzung des Gesamtrisikos. Der passende Broker hierzu findet sich auf brokervergleich.com.

Einsatz pro Trade begrenzen

Investmentfonds investieren in der Regel maximal 0,2 Prozent ihres Gesamtvermögens in eine einzelne Aktie oder einen Rohstoff. Für Privatanleger mit einem Kapital im mittleren vierstelligen Bereich ist eine solch breite Streuung nicht zu realisieren. Trader können sich hier anhand einer einfachen Faustregel orientieren. Pro Position sollten nicht mehr als fünf Prozent des verfügbaren Gesamtkapitals investiert werden.

Gleichzeitig gilt die Regel, dass in jeder Position maximal 10 % des eingesetzten Eigenkapitals verloren werden dürfen. Dies lässt sich mit einer Stop-Loss Order erreichen. Der maximale Verlust pro Position beträgt somit 0,5 Prozent des Kontoguthabens.

Auf Korrelationen achten 

Experten raten in der Regel dazu, einen Teil des Kapitals in sichere Anlagen zu investieren. Beim CFD und Forex Handel macht dies natürlich keinen Sinn, da es sich hier ausschließlich um Hochrisikokapital handelt. Es ist anzunehmen, dass sämtliches Kapital in solche Positionen investiert wird, sofern genügend aussichtsreiche Konstellationen vorhanden sind.

Dennoch sollten Trader auch hier einen genauen Blick auf das Gesamtrisiko werfen. Insbesondere auf Korrelationen zwischen den einzelnen Positionen muss geachtet werden. Sind beispielsweise neben einem DAX-CFD noch weitere CFDs auf Aktien von BMW, Daimler, Telekom und Volkswagen vorhanden, ist die Korrelation entsprechend hoch. Kommt es im DAX zu einem Einbruch muss bei allen Positionen mit einem Auslösen der Stop-Loss Order gerechnet werden.

Möglichkeiten zur Risikosteuerung

Die genannte Konstellation kommt in der Praxis relativ häufig vor, da viele Trader aus Deutschland ihr Geld auf dem deutschen Markt investieren und dabei in erster Linie auf die bekannten Werte setzen.

Zur Steuerung des Risikos gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wer beispielsweise auf die Entwicklung des Gesamtmarktes setzen möchte, kann dies mit CFDs auf den DAX tun. Spekulationen auf einzelne Aktien sollten eher darauf ausgerichtet sein, an einer relativ besseren oder schlechteren Performance im Vergleich zum Gesamtmarkt zu partizipieren. Bei jedem Investment in Aktien-CFDs muss deshalb, dass allgemeine Marktrisiko in gleichem Umfang ausgeschaltet werden. 

Dies lässt sich beispielsweise mit dem Kauf einer Long CFD auf die Aktie und einer Short Position auf den Gesamtmarkt erreichen. Entwickelt sich die Aktie im Verhältnis besser als der Gesamtmarkt führen beide Positionen zu Gewinnen.

08.05.2017 | 34712 Aufrufe