Die Vor- und Nachteile von Trading Apps

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Von fast jedem Broker werden sie heute zur Verfügung gestellt - die Rede ist von sogenannten Trading Apps. Ganz egal, ob man im Zug sitzt, am Sofa oder am Pool: Heute kann man überall und zu jeder Tageszeit einen Blick auf die Aktienkurse werfen und gegebenenfalls Orders platzieren. Aber wie ratsam ist es, ständig auf die Marktentwicklung zu blicken?

Gefährlich oder hilfreich?

Bei der Digitalisierung mag es sich um einen nicht aufzuhaltenden Prozess handeln. Tagtäglich sitzt man für mehrere Stunden vor dem Computerbildschirm oder am Laptop oder hat immer wieder sein Smartphone in der Hand, um die neuesten Nachrichten zu lesen. Selbst Haushalte werden heute „smart“, sind mit sogenannten intelligenten Steckdosen ausgestattet und auch der Kühlschrank verfügt schon über eine eigene IP Adresse, damit es zur Erstellung der persönlichen Einkaufsliste kommen kann. Auch im Bereich des Automobilsektors ist es die KI - die künstliche Intelligenz - die nun immer mehr in den Mittelpunkt rückt und langsam aber sicher das Kommando übernimmt.

In den letzten Jahren gab es beim Trading gravierende Veränderungen. So ist es möglich, über bestimmte Anbieter nun Anlegern zu folgen und Entscheidungen kopieren zu können, sodass man Gewinne einfährt, ohne überhaupt ein fundiertes Wissen zu haben. Mitunter ist es gar nicht mehr erforderlich, selbst vor dem Bildschirm zu sitzen und Order zu platzieren. Denn mit sogenannten Robo Advisoren kann der automatisierte Handel gestartet werden, sodass man sich um nichts mehr kümmern muss. Aber auch wenn das alles nach einem sehr einfachen Geldverdienen klingt, so darf man die Gefahren und Risiken nie aus den Augen verlieren.

Und ganz egal, für welchen Anbieter man sich letztlich entscheidet - heute gibt es die dazugehörige Anwendung auf das mobile Endgerät mit dazu. Mit einer App hat man so die Möglichkeit, dauernd einen Blick auf das Depot und die Entwicklung des Markts zu werfen.

Aber ist es ratsam, ständig mit der App zu arbeiten oder mag es doch gefährlich sein, wenn man immer wieder sein Depot kontrolliert?

Gebühren sind nicht zu unterschätzen

Sehr wohl mag es doch den einen oder anderen Vorteil geben, wenn man mit einer Trading App arbeitet. Vorweg ist zu sagen, dass man sich den Anbieter nicht aufgrund der App aussuchen sollte - die beste Trading App bedeutet nicht, dass der im Hintergrund agierende Anbieter ebenfalls empfehlenswert ist. Das heißt, zuerst ist es wichtig, nach dem passenden Anbieter Ausschau zu halten und sich erst danach mit der mobilen Anwendung zu befassen.

Aufgrund der Tatsache, dass stets auf Marktbewegungen reagiert werden kann, ist eine Trading App durchaus empfehlenswert. Aber auch nur dann, wenn sie zur selbstgewählten Strategie passt. Denn wer etwa langfristig investiert, der muss nicht dauernd den Depotwert überwachen oder sich mit den einzelnen Werten auseinandersetzen und immer wieder Orders platzieren.

Denn jede Aktivität am Markt kostet Geld. Jede Transaktion mag Kosten verursachen, sodass ein ständiges Öffnen wie Schließen von Positionen sehr wohl eine nicht zu unterschätzende Gebührenlast verursachen kann. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass hier im Vorfeld auf die Gebühren geachtet wird, bevor man sich für den Anbieter entscheidet.

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Fehleranfälligkeit steigt

Leider steigt die Fehleranfälligkeit, wenn man mit einer App arbeitet. Lässt man sich nämlich recht schnell aus der Ruhe bringen und beginnt sofort den Verkaufsknopf zu drücken, wenn es einmal ein wenig in die „falsche“ Richtung geht, so steigt natürlich so die Gefahr, dass man zu voreilig verkauft hat und sich somit um einen Gewinn gebracht hat. Vor allem dann, wenn langfristig investiert wird, mag es wenig ratsam sein, mit einer App stets dauernd Positionen eröffnen oder schließen zu wollen.

Vor allem mag die dauerhafte Kontrolle durchaus dahingehend gefährlich sein, dass man „süchtig“ nach dem Überprüfen des Depots wird.

Es mag schon vorteilhaft sein, wenn in turbulenten Zeiten ein Blick auf das Depot geworfen und reagiert werden kann. Wer sich jedoch nicht als Daytrader bezeichnet bzw. auch nicht in die Kategorie risikoorientierter Trader fällt, muss nicht unbedingt dauernd die App aufrufen und Positionen öffnen wie schließen.

20.04.2021 | 294 Aufrufe